In diesem Abschnitt haben wir einige Definitionen aus dem Bereich Anlagen- und Immobilienverwaltung für Sie zusammengestellt.

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Gebäudeversicherung
Die Gebäudeversicherung ist für Eigentümergemeinschaften gesetzlich vorgeschrieben. Sie umfaßt verschiedene Gefahrenbereiche, z.B. Brand, Blitzschlag, Absturz von Flugobjekten, Sturm- und Hagelschäden; außerdem Schäden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser, Rohrbruch und Frost. In diesem Fall wären die Bereiche Leitungswasser- und Gebäudebrandversicherung zusammengefaßt.
Gemeinschaftseigentum
Nach § 1 Abs. 5 WEG zählen alle Teile, Anlagen und Einrichtungen des Hauses, die nicht im Sondereigentum oder im Eigentum eines Dritten stehen, zum Gemeinschaftseigentum; insbesondere Dach, Treppenhaus, Kellerflure, Außenwände, Außenanlagen (Garten). Außerdem werden alle Einrichtungen, die dem Betrieb und der Sicherheit des Gebäudes dienen, zu dieser Kategorie gezählt, also z. B. Heizung, Blitzschutz, Türsprechanlage. Die Wohnungseigentümer sind per Gesetz zur Instandhaltung dieser Einrichtungen verpflichtet.
Grundbuch
Aus dem Grundbuch sind die Rechtsverhältnisse an Liegenschaften ersichtlich. Das Grundbuch wird von den Bezirktsgerichten für den jeweiligen Grundbuchssprengel geführt. Die Grundbuchssprengel sind in Übereinstimmung mit dem von den Vermessungsbehörden geführten Verzeichnis (Grundkataster) in Katastralgemeinden (KG) unterteilt. Das Grundbuch ist öffentlich, sodass jedermann das Recht auf Einsichtnahme und Anfertigung Kopien zusteht. Jede Einlage im Grundbuch enthält drei Teile (A-Blatt, B-Blatt, C-Blatt). Im Gutsbestandsblatt (A-Blatt) sind die zum Grundbuchskörper gehörende Grundstücke, ihr Ausmaß und ihre Benützungsart (z.B. Baufläche, Wald, landwirtschaftliche Nutzung) sowie die mit dem Grundstück verbundenen Rechte und öffentlich-rechtliche Beschränkungen enthalten. Aus dem Eigentumsblatt (B-Blatt) ist das Eigentumsrecht mit allfälligen persönlichen Beschränkungen des Eigentümers (z.B. Minderjährigkeit) ersichtlich. Das Lastenblatt (C-Blatt) enthält alle die Liegenschaft belastenden Rechte sowie Vorkaufsrechte, und Wiederkaufsrechte sowie Belastungsverbote und Veräußerungsverbote.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer (GrESt) ist eine Bundessteuer, die beim Erwerb von Liegenschaften bzw. Liegenschaftsteilen, Baurechten und Gebäuden auf fremden Boden fällig wird. Sie beträgt bei Erwerb durch nahe Angehörige 2%, sonst 3,5% des Wertes. Der Erwerbsvorgang ist dem örtlichen zuständigen Finanzamt für Gebühren und Verkehrssteuern innerhalb von einem Monat anzuzeigen. Schuldner dieser Steuer gegenüber dem Finanzamt sind alle Personen, die am Erwerbsvorgang beteiligt waren. Die Entrichtung der Grunderwerbssteuer wird mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung (UB) bestätigt. Ohne diese Bescheinigung kann der Grunderwerb im Grundbuch nicht eingetragen werden.
Grundsteuer
Die Grundsteuer ist eine Sachsteuer auf inländischen Grundbesitz. Sie wird auf Grund bundesgesetzlicher Regelung von den Gemeinden eingehoben, denen der Ertrag dieser Steuer auch zur Gänze zukommt. Bemessungsgrundlage ist der von den Finanzämtern festgestellte Grundsteuermessbetrag; dieser wird aus dem Einheitswert des jeweiligen Grundbesitzes (wirtschaftliche Einheit) errechnet. Es wird zwischen Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliches Vermögen und Grundsteuer für Grundvermögen unterschieden.

Hinweis: Die Veröffentlichung dieser Informationen erfolgt nach sorgfältiger Prüfung, jedoch ohne Gewähr. Eine Haftung kann nicht übernommen werden.

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